Sinnlichkeit hat kein Alter

Sinnlichkeit hat kein Alter

2011 wurde ich 50!
2011 war meine Scheidung!
2011 habe ich meine erste Fotoausstellung gemacht! 120 Leute kamen.
Es war ein großer Erfolg.

Das war ein sehr bewegtes Jahr.
Und von da an war alles anders.

Wie ich mich fühlte? Beschiss**en und befreit, einsam und getragen, frustriert und voller Tatendrang, tief drinnen verletzt und neugierig. Aber ich spürte ein wohliges, sicheres und tragendes Vertrauen. Alles ist und wird gut!

Über die Beziehung mit meinem Ex-Mann definiert, war ich plötzlich ohne Mann und darum nix wert. Ich war tief verletzt weil betrogen, in meinem Selbstwertgefühl als Frau getroffen und das nach Jahren von einfach hingenommener emotionaler Verwahrlosung in jeder Beziehung, ein Häufchen Elend, mich in meinem Selbstmitleid suhlend.

Währen der langjährigen Beziehung mit meinem Ex-Mann war ich sehr scheu und passiv gewesen, wenn es um Sex ging, aber auch sonst war ich angepasst und dienend.

 

Ich hatte Angst vor Männern.

Mit der Scheidung sackten meine ohnehin schon tiefe Selbstsicherheit, mein Selbstvertrauen, mein Selbstwertgefühl, mein Selbstglaube, mein Selbst-weiss-ich-was-sonst-noch weiter ins Kellergeschoss:

Ich war in Bezug auf mich als Frau und auf Sinnlichkeit und Sexualität an einem totalen Nullpunkt gekommen.

 

Aber ich wäre nicht ich selbst, wenn ich nicht aktiv geworden wäre.

Im Frühjahr 2016 meldete ich mich an den ersten Tantra-Basiskurs an.
Es ging um eine aktive Auseinandersetzung mit mir selbst, mit meinen Schattenseiten, mit den gemachten Erfahrungen, mit dem, was mich davon abhielt glücklich und frei zu sein.

Es ging darum anzunehmen, was gewesen ist, zu verzeihen, darum, dass ich ein absolut perfektes und göttliches Wesen bin und nichts brauche, denn alles ist bereits in mir vorhanden. Dass ich sinnlich, attraktiv, strahlend und selbstsicher sein kann, wenn ich es zulasse und mich bewusst dafür entscheiden kann, all das zu leben.
Es geht im Tantra darum, bewusste spirituelle Sinnlichkeit zu leben.

Alles ging erst dann in die Richtung, wie ich es mir für mein Leben wünschte, als ich anfing, mich selbst als das wahrzunehmen, was ich bin:

Ein sinnliches und sexuelles Wesen, eine Frau mit angeborenen weiblichen Attributen, wie Intuition, Weiblichkeit, die Fähigkeit Leben zu geben, Emotionalität, . . .

Heute bin ich bald 59 und lebe ein sexuell erfülltes Leben mit meinem Partner, fühle mich sinnlich und selbstsicher, lebe dort, wo ich leben will, ich pendle zwischen Barcelona und der Schweiz, habe mich weiter ausgebildet und übe meinen Traumjob aus: Ich bin Empowerment Coach, Sexual Mentorin und Fotografin.

 

Erst als ich begann, meine sinnliche Seite auszudrücken, . . .

Erst als ich mich traute mich zu äussern, sichtbar und mutig zu sein, . . .
Erst als ich die Vergangenheit anging und nochmals in diese starken Gefühle des Verletztseins eintauchte, um sie loszulassen, . . .

Erst als ich verziehen hatte, . . .

Erst, als ich mich mit meiner Herkunft auseinandersetzte, mit meiner Mutter und all dem, was ich einfach so unbewusst von ihr übernommen hatte, um es ihr zurückzugeben. . .

Erst als ich meinem Vater all das gesagt hatte, was ich mich als Kind nicht zu sagen getraut hatte, . . .

Erst als ich es mir selbst erlaubte, so zu sein, wie ich wirklich bin, . . .

Erst dann klappte auf einmal alles in meinem Leben.

Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität, im Tantra Shakti-Energy genannt, sind in uns angeboren, ein ganzes Leben lang. Wir haben von unseren Müttern in dieser Hinsicht etwas anderes vorgelebt und anerzogen bekommen. Eine sinnliche und sexuell «aktive» Frau ist eine Schlampe, wurde verachtet und abgestempelt, aber mit Neid beobachtet.

Über Sex redet man nicht, zumindest nicht so, dass es über «Ich hatte Sex mit XY und es war ok, geil, gar nicht gut, etc.» geht. Nicht in der Familie, nicht unter Freundinnen (ich habe es zumindest nie erlebt) und auch bei Paaren ist die Kommunikation über die Sexualität nicht einfach. Dazu kommt, dass weder Frauen noch Männer wissen, wie ihre eigene oder die Sexualität ihres Gegenübers wirklich «funktioniert». Sexualität wird kaum zum Thema gemacht.

Für mich heisst „bewusst gelebte Sinnlichkeit“, dass ich mit mir und mit meinem Körper in Einklang bin, dass ich ihn akzeptiere, dass ich ihn liebe, dass ich Spass an ihm habe, ihn pflege und mich gesund ernähre. Sinnlichkeit ist bewusstes Wahrnehmen von allem, was ich sehe, höre, spüre, schmecke und rieche.

 

Ich gebe mich genussvoll all dem hin, was ich erlebe.

Und nun sind wir Frauen um die 50 oder älter. Sex war einmal und bleibt nun eine hübsche Erinnerung? Im Gegenteil! Jetzt fängt die Party erst an!

Ich glaube nicht an den in der Gesellschaft und von Ärzten zementierten Glauben, dass mit den Wechseljahren die Libido einer Frau abnehmen soll.

Ich glaube nicht daran, dass eine Frau mit der Menopause mindestens 10 kg zunehmen muss. Ich glaube nicht daran, dass Vaginaltrockenheit eine Folge der Menopause sein soll.

Ich bin das beste Beispiel dafür!

Meine tiefste Überzeugung ist, dass es damit zu tun hat, dass wir Frauen verlernt oder gar nie gelernt haben, unsere Sinnlichkeit und Sexualität bewusst und aktiv zu leben. Sex war einfach Teil des Lebens, mehr oder weniger genussvoll, wurde aber nie wirklich zum Thema gemacht. Und in den Jahren der Karriere und Kinder war dafür nun mal einfach keine Zeit und schon gar keine Energie.

Darum ist es jetzt an der Zeit, dieses Thema anzugehen.
Jetzt!

Mit der Erfahrung und Reife, die wir heute haben.

Uns wurde NICHT beigebracht, wie sich eine entspannte Sinnlichkeit anfühlt.

Uns wurde NICHT beigebracht, wie eine gesunde weibliche Sexualität sein kann.

Uns wurde NICHT beigebracht, wie eine natürlich gelebte Weiblichkeit mit ihrer Intuition, Kreativität, Emotionalität, Rezeptivität, dieses weiche Nähren und warme Pflegen sein kann.

Wir sind in einer männlich dominierten Gesellschaft aufgewachsen, haben beigebracht bekommen, dass man nur mit männlichen Attributen weiterkommt, dabei sind die weiblichen Kräfte genauso effizient und erfolgversprechend und vielleicht die einzige Chance für unsere Welt. (Ich habe nichts gegen das Männliche, im Gegenteil, aber ich strebe nach Ausgleich, nach dem, dass wir Frauen leben, was uns angeboren ist).

Es liegt an uns, ob wir uns auf mit +/- 50 sinnlich fühlen und gleichzeitig weiblich, intuitiv, kreativ und einfach gut fühlen wollen!

Es ist unsere Entscheidung!

 

Was braucht es dafür?

Freiraum in mir selbst zulassen:
Mir erlauben, mich selbst als, die, die ich wirklich bin, zu akzeptieren.

Die Kontrolle loslassen:
Spielen, Experimentieren , mit dem Ausprobieren anfangen.

Freude an der Lust haben:
Alles, was ich tue, lustvoll und mit Hingabe zu tun.

Mich selbst zu pflegen aus Freude an mir selbst.
Nichts von meinem Gegenüber zu wollen.

Einfach zu sein, aus Freude am Sein.

Die Angst loslassen, nicht zu gefallen.

Nichts von niemandem zu erwarten.

Mir selbst zu gestatten, mich gehen zu lassen. . .

Was, wenn ich Dir sage, dass wenn Du Deine Sinnlichkeit wieder aktivierst, dass Du dann sogar in Deinem Business und Beruf zu mehr Erfolg kommst?

Was, wenn ich Dir sage, dass wenn Du durch die Aktivierung Deiner Sinnlichkeit zu mehr Kunden und zu besseren Geschäftsabschlüssen kommst?

Was, wenn ich Dir sage, dass wenn Du durch Deine aktiv gelebte Sinnlichkeit frischen Wind in Deine Beziehung bringen kannst und sich der Sex mit Deinem langjährigen Partner wieder anfühlt wie damals, als Ihr Euch kennen gelernt habt, aber tiefer, näher und einfach schöner, weil so viel Vertrautheit da ist?

Was, wenn ich Dir sage, dass wenn Du Deine Sinnlichkeit genussvoll lebst, Du gesünder bist, Deine Haut strahlt und Du Dich einfach so rundum wohl fühlst, so dass andere Dich fragen:
«Was ist denn mit dir passiert? Du siehst so toll aus! Du bist irgendwie anders!»

Und das alles ist auch nach +/- 50 noch möglich. Und wie!

 

Sinnlichkeit hat kein Alter.

Lebe Deine Sinnlichkeit und Du wirst in Deinem Alter mehr Spaß am Leben haben, als in jungen Jahren.

Und vergiss nicht:

Dare to be you
Weiblich, sinnlich, frei, wild und kreativ

Giulietta Bresadola

Giulietta, vom scheuen Mauerblümchen zur sinnlichen, selbstbewussten Frau. Mit 55 habe ich durch Tantra, Yoga und Ayurveda meine persönliche körperliche Revolution erlebt, lebe heute mein Traumleben mit Traummann in der Traumlocation Barcelona und begleite Frauen in eine bewusst gelebte und genussvolle Weiblichkeit und Sinnlichkeit. Das Leben ist viel zu kostbar für schlechten oder gar keinen Sex und dieser ist auch mit +/- 50 noch möglich.

www.giulietta-bresadola.com

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